Mrz 13 2010

Futter

Geschrieben von Admin

Grundsätzliches

Leopardgeckos zählen zu den reinen Fleischfressern. Damit setzt sich ihr Speiseplan überwiegend aus Insekten und deren Larven zusammen. Für trächtige Weibchen darf es gerne ab und an eine Nestjunge Maus sein. Salat, Obst oder Gemüse haben im Terrarium nichts zu suchen.
Larven sind dabei nährstoffhaltiger als voll entwickelte Insekten und deshalb nur in Maßen zu verfüttern – als Leckerei oder zur Unterstützung geschwächter Tiere.
Als Faustregel gilt: 3 bis 4 mittelgroße Insekten pro ausgewachsenes Tier am Tag. Was nicht bedeutet, dass die Fütterung täglich vorgenommen werden muss. Dreimal pro Woche genügt völlig. Das Wasser muss aber aus Hygienegründen jeden Tag gewechselt werden.

 

Futtertiere

Die Wahl der Futtertiere richtet sich in der Regel nach der Größe der Leopardgeckos, wobei im Zweifelsfall lieber mehrere kleine statt einer größeren Portion gereicht werden sollte.
Für einen ersten Überblick möchten wir die üblichsten Futtertiere einmal vorstellen.

 

Grillen
(In vier Größen erhältlich)
Arten: Zweifleckgrille (Mittelmeergrille), Steppengrille, Kurzflügelgrille
Ernähren sich sowohl von pflanzlichen als auch von tierischen Stoffen und sind darum als Futtertiere hervorragend geeignet. Mit einer durchschnittlichen Körperlänge von ca. 4cm gehören sie zu den mittleren Insekten und sind darum ein guter Indikator für die Futtermenge.

 

Heimchen
(In vier Größen erhältlich)
Mit einer Körperlänge von durchschnittlich 2cm sind sie kleiner und wesentlich aktiver als Grillen, während ihr Nährstoffgehalt aufgrund des hohen Phosphorgehalts geringer ist. Heimchen sollten aufgrund ihrer Agilität nur in Mengen verfüttert werden, die in absehbarer Zeit verspeist werden können, um übermäßige „Unruhe“ im Terrarium zu vermeiden.

 

Heuschrecken
(In drei Größen erhältlich)
Arten: Wüstenheuschrecke, (Ägyptische) Wanderheuschrecke
Stellen in Maßen ideale Jagdobjekte dar, da sie durch das Terrarium springen und sich vor allem nicht verstecken, und die Geckos so nachhaltig zur Bewegung animieren. Wegen ihrer durchschnittlichen Körperlänge von 6cm sind adulte Heuschrecken für recht kleine oder junge Tiere allerdings weniger zu empfehlen, zumal die kräftigen Beine ein Verletzungsrisiko darstellen.

 

Schaben
Arten: Argentinische Waldschabe (Blaptica dubia), Grüne Schabe (Panchlora nivea), Schokoschabe (Shelfordella tartara), Grauschabe (Nauphoeta cinerea)
Schaben sind mit Grillen vergleichbar. Auch sie werden relativ vielseitig ernährt und sind exzellente Nährstofflieferanten. Die wohl am häufigsten gezüchtete Schabenart ist die argentinische Waldschabe. Schabenarten wie die Schokoschabe und die Grauschabe sind zwar gute Futtertiere, können sich aber ggf. in den Wohnräumen vermehren. Viele Halter verzichten daher auf eine Verfütterung dieser Arten. Wie würden an dieser Stelle die argentinische Waldschabe empfehlen, da die Beschaffung und auch Zucht dieser Art sehr einfach ist. Schaben sollten am besten nur einzeln, und dann geziehlt per Pinzette verfüttert werden.
Der einzige Haken: Schaben schmecken nicht jedem Leopardgecko.

 

Käferlarven
Arten: Mehlkäferlarve (Mehlwurm), Larve des Großen Schwarzkäfers (Zophobas morio), Rosenkäferlarve, Wachsmottenlarve/Wachsmotte/Wachsmade, Buffalowürmer
Einige (Buffalowürmer, Mehlwürmer, Wachsmade) sind relativ klein, und somit auch für jüngere Leopardgeckos eine Delikatesse. Wegen ihres deutlich erhöhten Fett- und Proteingehalts sollte man sie jedoch sparsam verfüttern.
Anders als bei ausgewachsenen Insekten ist es bei Larven zudem von Vorteil, sie entweder direkt mit der Pinzette zu verfüttern oder in eine Schale mit Rand zu geben. Sonst flüchten sie und buddeln sich in die Bodenschicht des Terrariums ein.

Unterseiten:

Ein Kommentar zu “Futter”

  1. Lauraon 11 Aug 2010 at 22:00

    Hallo.

    Zu nächst erstmal ist eure Seite wirklich sehr informativ und gibt mir alle Infos die ich brauche, da ich mir 2 Leopardgecko Weibchen anschaffen möchte. Von der Einrichtung, bis zur Pflege und Beleuchtung ist alles dabei und gut erklärt :) Danke dafür….

    Jedoch habe ich noch eine Frage zu der Larven Fütterung…
    Das sie nicht zu oft gefüttert werden sollen, wegen ihres hohen Fettanteils u.s.w habe ich verstanden, doch wie oft ist nicht so oft?
    Und soll ich die Larven ruhig anstatt einer der 3 Wöchendlichen Portionen z.B Heimchen füttern und in welcher Menge bei 2 Tieren?
    Würde die Larven Portion die Heimchen Portion dann ersetzen?

    Außerdem wüsste ich noch gern, ob ich den Stein zum ´´sonnen´´ mit gutem Gewissen direkt unter die Uv Lampe stellen kann oder ob es dort dann doch zu warm für die Leos werden könnte..? Jedoch denke ich das die Geckos wohl von aleine gehen wenn der Stein ihnen zu warm wird oder?

    Liebe Grüße und danke für eure tolle Seite von Laura.

    Weiter so ;)

    —–Antwort—-

    Hallo Laura,

    danke, ich freue mich das dir die Seite gefällt, und dir auch weitergeholfen hat. :-)
    Nun zu deinen Fragen, wenn du Larven verfütterst werden damit bei der Fütterung die anderen Insekten ersetzt, man verfüttert also nur die Larven oder andere Insekten wie z.B. Heimchen. Eine Angabe der Menge ist immer etwas schwierig, weil das zum Teil – so handhabe ich das zumindest – auch immer mit aufs Gefühl ankommt. Letztlich sollen die Tiere ja nicht zu dick werden, daher ist es mit pauschalen Angaben immer etwas schwierig. Ich würde bei adulten Tieren z.B. je Fütterung zwei Zophobas oder alternativ 5-6 Mehlwürmer empfehlen, bei jüngeren Tieren dann ggf. nur einen Zophoba und nur die hälfte Mehlwürmer. Grundsätzlich würde ich immer den Schwanz – dieser dient als Fettreserve – im Auge behalten, da anhand dessen sehr gut beurteilt werden kann ob die Anzahl der in der letzten Zeit verfütterten Insekten ausreichend oder vielleicht auch zuviel des guten war.

    Den Stein kannst du direkt unter die Wärmelampe legen, die Temperatur – mit einem Thermomter nachmessen! – sollte lokal am Sonnenplatz bei +-40 Grad liegen, höhere Wert sind nicht nötig. Grundsätzlich würden wohl auch höhere Werte nicht schaden, allerdings wird dadurch ja auch das gesammte Terrarium aufgeheizt, und oft ist es dann – gerade bei kleineren Terrarien – im gesammten Terrarium zu Warm.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf

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