Nov 22 2009

Einrichtung

Geschrieben von Admin

Gerade in diesem Bereich zahlt sich ein großes Terrarium aus. Je mehr Fläche den Tieren zur Verfügung steht, umso mehr unterschiedliche Zonen lassen sich dort gestalten – und umso mehr natürliche Verhaltensweisen beobachten.

â—Ź Der Bodenbelag: Als ideal hat sich hier Terrariensand mit hohem Lehmanteil erwiesen, wie er problemlos in jedem Fachhandel zu bekommen ist. Reiner Sand ohne Lehmbeimischung wird von Leopardgeckos nicht gut angenommen, da sie dort einsinken und kaum Möglichkeiten zum Graben finden. Darüber hinaus besitzt das Gemisch den Vorteil, dass es in verschiedener Konsistenz verarbeitet werden kann. Lose zu einem Haufen aufgeschüttet dient es dazu, Stellen zum Buddeln einzurichten, die wüstenartige Bedingungen schaffen. Mit Wasser vermengt härtet der Terrariensand aus und simuliert den festen Boden der Steppe.     

â—Ź Rück- und Seitenwände: Durch den Einbau vertikaler Laufflächen gewinnt das Terrarium merklich an Aktionsradius. Nachgebildete Felsenplatten – beispielsweise aus Kork – zur Verkleidung der Rück- und Seitenwände sind nicht nur optisch ein Highlight, sondern befriedigen gleichzeitig das Bedürfnis des Leopardgeckos zu klettern und in Ritzen zu kriechen. In der Regel können bereits fertige Exemplare in diversen Ausführungen über den Fachhandel bezogen werden. Wer gerne selbst zum Innenarchitekten wird, findet auch zahlreiche Anleitungen zum Bau im Internet. Entscheidend ist, dass die verwendeten Materialen rau sind, da Leopardgeckos im Gegensatz zu einigen ihrer Verwandten Krallen statt Haftlamellen an den Füßen tragen.

â—Ź Dekoration: An dieser Stelle möchten wir die eingangs erwähnten „Zonen“ noch einmal aufgreifen, denn Bodenbelag und Wände sind lediglich der erste Schritt, unterschiedliche Bereiche im Terrarium zu schaffen. Die jeweilige Dekoration spielt dabei eine nicht minder bedeutende Rolle und sollte insgesamt drei wichtige Faktoren berücksichtigen.

1) Nahrung und Wohlbefinden: Futter und Wasser unbedingt getrennt sowie in Schalen reichen, die der Größe der Geckos angepasst sind. Diese gibt es in diversen Modellen, sodass sie perfekt auf jedes Tier abgestimmt und in jede Einrichtung integriert werden können.

Weil Leopardgeckos sich mit Vorliebe auf flachen Steinen „sonnen“ (Bitte nicht wörtlich nehmen: siehe Standort!), dürfen sie (oder alternativ Schieferplatten) ebenfalls in keinem Terrarium fehlen.

2) Rückzugsmöglichkeiten: Leopardgeckos lieben aufgrund ihrer Herkunft feuchte Verstecke, schattige Fugen und enge Höhlen. Dafür eignen sich besonders Steine mit Ausbuchtungen, Korkrinden und – röhren oder künstliche Platten mit Wölbungen, Tonschalen mit Moosbefüllung oder sogenannte Wetboxen. Wichtig ist, pro Tier mindestens eine (besser mehrere) solche Rückzugsmöglichkeiten einzuplanen.

3) Klettergerüste: Mit einigen Wurzeln, Felsimitaten, zerfurchten Steinen, getrockneten Lianen oder verzweigten Ästen sollte man das Terrarium in jedem Fall ausstatten, denn die Verkleidung der Wände allein reicht selten aus, um dem Kletterbedürfnis der Geckos gerecht zu werden.

Natürliche Terrariendekoration von Terrafun.de

       
â—Ź Bepflanzung: Obwohl sonst das Credo lautet „Natur hat den Vorzug“ wäre es ratsam, hier auf die Plastikindustrie zurückzugreifen und künstliche Pflanzen zu verwenden. Die meisten Gewächse überleben die Temperaturen im Geckoterrarium auf Dauer nämlich nicht. Eine der wenigen Ausnahmen bilden Tillandsien oder Kakteen. Da gerade bei Letzteren aber ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht, sollten Halter davon eher Abstand nehmen und sich für Wüstenpflanzen oder Kakteen aus Kunststoff entscheiden. Diese wirken oft täuschend echt und werden von den Tieren anstandslos akzeptiert.    

Für welche Einrichtung auch das Herz schlägt, niemals vergessen: Jedes Stück muss einen festen Stand auf dem Boden haben, damit sie von den Geckos nicht untergraben werden und umfallen!

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